Mieter-Tipps

01.09.2016

Glatzköpfe sind bessere Mieter, etwas zum Lachen

"Vermietet nur an Glatzköpfe!" rief eine Vermieter- Zeitschrift ihre Mitglieder auf. Haare setzen Abflüsse zu und das Amtsgericht Spandau hat geurteilt, dass der Mieter nicht verpflichtet sei, den im Fußboden liegenden Traps des Badewannenabflusses regelmäßig zu reinigen ( Az: 2a C 689/97 ).

01.09.2016

Neuer Betriebskostenspiegel für Deutschland

Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,17 Euro/qm/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskosten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 3,18 Euro/qm/ Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2014 vorliegt. Siehe hierzu die Homepage des DMB, www.dmb.de.

01.08.2016

Mietrecht zum Lachen, Madonna

Eine im Treppenhaus aufgestellte Madonna rechtfertigt keine Mietminderung (AG Münster, Az:3 C 2122/03). Das gilt auch für Protestanten im Haus. Soweit diese geschockt reagierten, seien dies subjektive Überempfindlichkeiten.

01.07.2016

Hundegebell

Das AG Hamburg-Wandsbek hat festgehalten, was es als normales Bellen ansieht. Als artgerechte Reaktionen gelten: kurzes Anschlagen bei Besuch, längers Verbellen fremder Personen, heftiges Begrüßen von Herrchen, Reaktionen auf vorbeistreunende Katzen ( Az: 716c C 114/90 ).Das OLG Hamm stufte Bellen von insgesamt 30 Min. oder ein ununterbrochenes Dauergebell von mehr als 10 Min. als unzumutbare Störungen ein. Außerhalb der Zeitspannen von 8.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 - 19.00 Uhr sollen Hunde aber nicht unzumutbar zu hören sein ( Az: 22 U 265/87 ). Offen bleibt die Frage: Wie bringe ich Struppi bei, wann, wo und aus welchem Grund er bellen darf.

01.07.2016

Stehen oder Sitzen

Ein Mieter fühlte sich durch seinen Nachbarn belästigt: genauer gesagt durch dessen Toilettengeräusche. Er wollte deshalb den Störenfried zum Sitzen erziehen und klagte. Dem AG Wuppertal ging das aber zu weit und empfahl dem Kläger Gelassenheit ( Az. 34 C 262/96 ). In der eigenen Toilette darf - zumindest in Wuppertal - jeder nach Lust und Laune pinkeln. Anders in Berlin. Hier entschied das LG Berlin ( Az: 67 S 335/08 ), dass eine Mietminderung von 10% gerechtfertigt ist, wenn "Urinstrahlgeräusche" des Nachbarn im eigenen Wohnzimmer zu hören sind. Ein Sachverständiger hatte bestätigt, dass die Geräusche eines "Stehpinklers" akustisch deutlich auffällig zu hören sind.